Novelle des Online-Casino-Gesetzes in Nordrhein-Westfalen: Live-Streaming und Lizenzregelungen im Fokus

Freya Schulz · Aug 8, 2026

Novelle des Online-Casino-Gesetzes in Nordrhein-Westfalen: Live-Streaming und Lizenzregelungen im Fokus

Parlamentssitzung im Landtag Nordrhein-Westfalen zu Glücksspielgesetzen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, der das Online-Casino-Gesetz des Bundeslandes (OCG NRW) ändern soll und damit Teile des Glücksspielstaatsvertrags 2021 umsetzt; dabei stehen Regelungen für das Live-Streaming von Spielen mit Dealern aus stationären Casinos sowie Anpassungen bei den Lizenzvorgaben für vergangene und laufende Betriebe im Mittelpunkt, während der Entwurf im Mai 2026 die erste Lesung passierte und am 10. Juli 2026 eine Empfehlung des zuständigen Ausschusses erhielt.

Hintergrund zum Glücksspielstaatsvertrag 2021 und seiner Umsetzung in NRW

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 schafft bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen für das Glücksspiel, sodass die Länder ihre jeweiligen Ausführungsgesetze anpassen müssen, und Nordrhein-Westfalen setzt mit dem vorliegenden Entwurf zentrale Vorgaben des Vertrags in Landesrecht um; dabei geht es um die Schaffung rechtlicher Grundlagen für Angebote, die sowohl online als auch in physischen Einrichtungen stattfinden, während bestehende Lizenzmodelle überarbeitet werden, um frühere und aktuelle Betriebe besser zu erfassen.

Experten haben beobachtet, dass der Vertrag von 2021 klare Vorgaben für die Trennung und Verknüpfung verschiedener Spielformen enthält, und die nordrhein-westfälische Novelle greift diese Aspekte auf, indem sie Live-Übertragungen aus stationären Casinos ermöglicht und gleichzeitig die Lizenzierung vereinfacht oder erweitert; der Entwurf Entwurf des Gesetzes zur Änderung des OCG NRW liegt seit dem Frühjahr 2026 vor und durchläuft nun die parlamentarischen Stationen.

Wesentliche Neuerungen: Live-Streaming und Lizenzanpassungen

Ein zentraler Punkt des Entwurfs erlaubt es, Spiele mit realen Dealern aus landbasierten Casinos live ins Internet zu übertragen, sodass Anbieter solche Formate unter bestimmten Auflagen anbieten können, und diese Regelung soll die Grenzen zwischen stationärem und virtuellem Glücksspiel weiter auflösen; gleichzeitig werden die Lizenzvoraussetzungen für Anbieter angepasst, die bereits vor oder nach Inkrafttreten des Vertrags tätig waren, um Übergangsfristen und Nachweise zu regeln.

Die Änderungen betreffen insbesondere die technischen und organisatorischen Anforderungen an die Streaming-Übertragungen, die sicherstellen sollen, dass die Spiele den gleichen Kontrollstandards unterliegen wie reine Online-Angebote, während bei den Lizenzen Bestimmungen für rückwirkende Genehmigungen oder Erweiterungen vorgesehen sind; Beobachter notieren, dass solche Anpassungen den Marktzugang für etablierte Betreiber erleichtern können, ohne neue Genehmigungsverfahren vollständig neu starten zu müssen.

Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens bis zum Sommer 2026

Im Mai 2026 erfolgte die erste Lesung des Entwurfs im Landtag Nordrhein-Westfalen, bei der die grundsätzlichen Ziele der Novelle vorgestellt und diskutiert wurden, und am 10. Juli 2026 legte der federführende Ausschuss eine positive Empfehlung vor, die den Weg für weitere Lesungen ebnet; bis August 2026 bleibt der Entwurf damit in der parlamentarischen Bearbeitung, ohne dass ein endgültiger Beschluss bereits vorliegt.

Ausschusssitzung im Landtag NRW mit Fokus auf Glücksspielregulierung

Die Ausschussempfehlung vom Juli 2026 enthält Hinweise auf mögliche Ergänzungen bei den technischen Standards für Live-Streaming sowie bei den Nachweispflichten für Lizenzbewerber, und diese Punkte werden in den kommenden Wochen weiter beraten; der Prozess folgt dem üblichen Ablauf für Landesgesetze, bei dem nach der Ausschussstufe die zweite und dritte Lesung sowie die Schlussabstimmung folgen können.

Relevanz für Anbieter und den regulierten Markt

Durch die geplanten Änderungen erhalten Betreiber von stationären Casinos die Möglichkeit, ihre Live-Angebote auch online zu streamen, und dies erweitert das Spektrum an legalen Spielvarianten im Rahmen des Staatsvertrags; gleichzeitig schaffen die angepassten Lizenzregeln Klarheit für Unternehmen, die bereits seit Jahren am Markt tätig sind oder erst kürzlich eine Erlaubnis beantragt haben, sodass Übergangslösungen und Nachfolgeregelungen explizit geregelt werden.

Die Novelle steht im Kontext einer schrittweisen Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags in allen Bundesländern, und Nordrhein-Westfalen gehört zu den Ländern, die mit diesem Schritt weitere Aspekte des Vertrags in nationales Landesrecht überführen; Daten und Berichte aus dem Gesetzgebungsverfahren zeigen, dass die Anpassungen sowohl bestehende als auch neue Marktteilnehmer betreffen, ohne dass konkrete Zahlen zu neuen Lizenzen bereits vorliegen.

Ausblick auf die weiteren Schritte im Herbst 2026

Nach der Ausschussempfehlung vom 10. Juli 2026 wird der Entwurf voraussichtlich in den nächsten Monaten in die zweite Lesung gehen, und bis dahin können noch Änderungsanträge eingebracht werden, die die genauen Formulierungen zu Live-Streaming und Lizenzfragen beeinflussen; der aktuelle Stand im August 2026 zeigt einen fortlaufenden Prozess, bei dem die Landesregierung und die Fraktionen die endgültige Fassung des Gesetzes vorbereiten.

Die Umsetzung der Vorgaben aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 bleibt damit ein laufendes Projekt, das in Nordrhein-Westfalen durch diese Novelle konkretisiert wird, und weitere Informationen sind über die offiziellen Dokumente des Landtags zugänglich.